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Kappzaum: Das wichtigste Werkzeug für die Bodenarbeit

Trainiere Biegung und Stellung schonend vom Boden aus. Entdecke hochwertige Kappzäume für das Longieren, die Handarbeit und das Reiten mit oder ohne Gebiss.

Kappzaum: Präzise Bodenarbeit mit und ohne Gebiss

Der Kappzaum ist ein unverzichtbares Werkzeug für die grundlegende Pferdeausbildung am Boden. Er wirkt direkt auf den Nasenrücken des Pferdes ein und ermöglicht es dem Ausbilder, Biegung und Stellung exakt zu erarbeiten. Der große Vorteil: Der Kappzaum kann wahlweise komplett gebisslos oder mit eingeschnalltem Gebiss genutzt werden. So wird das empfindliche Pferdemaul beim Longieren geschont, da die Einwirkung der Longe primär über die Nase erfolgt.

Aufbau und Mechanik

Das Herzstück eines jeden Kappzaums ist der Nasenriemen, auf dem in der Regel drei Metallringe angebracht sind. Der mittlere Ring dient zum Einschnallen der Longe. Er ermöglicht es, das Pferd auf der Kreislinie korrekt nach innen zu stellen, ohne dass sich der Zaum nach außen verzieht. Viele Modelle verfügen über abnehmbare Gebissriemen (Bithänger). Mit diesen lässt sich eine Wassertrense einschnallen – ideal, um junge Pferde stressfrei an das Gebiss zu gewöhnen oder in der akademischen Reitkunst vierzügelig zu arbeiten.

Die richtige Passform: Fest, aber pferdefreundlich

Ein Kappzaum muss relativ fest am Pferdekopf sitzen. Verrutscht er bei einem Zug an der Longe, kann der Backenriemen gefährlich nah ans äußere Pferdeauge rutschen. Der Nasenriemen muss zwingend auf dem harten Nasenbein positioniert werden, etwa zwei bis drei Fingerbreit unterhalb des Jochbeins, um die weichen Nasenknorpel und Atemwege nicht abzuschnüren. Ein gutsitzender Ganaschenriemen verhindert zusätzlich, dass die Backenstücke in die Augenpartie gezogen werden.

Häufig gestellte Fragen

Warum sollte ich nicht einfach mit Stallhalfter longieren?
Ein Stallhalfter sitzt zu locker. Wenn Zug auf die Longe kommt, rutscht das Halfter über das Gesicht, der Druck kommt am äußeren Nasenrücken an und das Pferd verwirft sich im Genick. Der Kappzaum ermöglicht durch den mittleren Ring eine korrekte Innenstellung und gesunde Längsbiegung.

Kann man mit einem Kappzaum auch reiten?
Ja, das Reiten ist mit einem Kappzaum sehr gut möglich. Man kann die Zügel entweder gebisslos in die beiden seitlichen Ringe am Nasenriemen einschnallen oder zusätzlich ein Gebiss verwenden, um dem Pferd die ersten Lenkimpulse von oben verständlich zu machen.

Was ist eine Serreta?
Die Serreta ist ein traditioneller spanischer Kappzaum. Sie besitzt oft ein blankes (manchmal gezahntes) Metalleisen auf der Nase und wirkt sehr scharf. Moderne europäische Varianten sind meist dick mit Leder unterlegt und deutlich pferdefreundlicher.

Funktionale Ausrüstung für das Longieren

Ein gut sitzender Kappzaum ist die Basis für eine gesunde Pferdeausbildung. Er bietet dir die Möglichkeit, dein Pferd beim Longieren oder bei der Handarbeit reell über den Rücken arbeiten zu lassen. Ob komplett gebisslos oder mit zusätzlichen Gebissriemen für die Gewöhnung an die Trense – die richtige Ausrüstung macht den Unterschied und schützt das sensible Pferdemaul vor unkontrolliertem Zug an der Longe.

Achte beim Kauf besonders auf die Passform: Ein Kappzaum muss einen stabilen Ganaschenriemen besitzen, damit das Halfter auf dem Zirkel nicht ins Auge deines Pferdes rutscht. Richtig angepasst, ist er ein langlebiger Begleiter für die gymnastizierende Arbeit am Boden.