Weidepumpe: Die Kuh bedient die Pumpe selbst
Eine Weidepumpe ist eine der elegantesten Lösungen in der Weidehaltung: Das Tier drückt mit der Nase gegen eine Platte, dadurch wird Wasser aus dem Bach, dem Brunnenschacht oder einem Fass nach oben in die Schale befördert. Es braucht keinen Strom, keine Batterie und keinen Anschluss. Nach zwei bis drei Versuchen hat jedes Rind das Prinzip verstanden und bedient die Pumpe zuverlässig. Damit sparst du dir das tägliche Nachfüllen eines Fasses und hast trotzdem immer frisches Wasser auf der Fläche.
Wie viel Wasser schafft eine Pumpe
Ein Doppelhubmodell fördert pro Betätigung deutlich mehr als eine einfache Membranpumpe und eignet sich damit für Rinder und Pferde. Als Richtwert versorgt eine Pumpe rund zwanzig bis fünfundzwanzig Rinder, sofern die Saughöhe stimmt. Entscheidend ist die Höhendifferenz zwischen Wasserquelle und Pumpe: Je geringer sie ausfällt, desto leichter geht das Pumpen und desto mehr Wasser kommt pro Hub oben an. Bei sehr großen Herden setzt du besser zwei Pumpen an unterschiedlichen Stellen der Koppel ein.
Aufstellung und Wartung
Die Pumpe gehört auf einen festen, waagerechten Untergrund, am besten auf einen einbetonierten Pfahl oder eine stabile Bohle. Der Saugschlauch braucht am unteren Ende ein Fußventil mit Sieb, damit weder Laub noch Kies angesaugt werden. Verschleißteil Nummer eins ist die Membran; sie ist als Ersatzteil erhältlich und in wenigen Minuten gewechselt. Vor dem Winter baust du die Pumpe ab und entleerst den Schlauch.
Häufig gestellte Fragen
Lernen alle Tiere die Pumpe?
Rinder und Pferde begreifen das Prinzip meist innerhalb weniger Minuten. Bei Kälbern und kleinen Ponys reicht die Kraft oft nicht, hier ist eine Schwimmertränke die bessere Wahl.
Wie hoch darf die Wasserquelle unter der Pumpe liegen?
Praktikabel sind etwa fünf bis sechs Meter Saughöhe. Darüber wird das Pumpen für die Tiere zu schwer und die Fördermenge sinkt spürbar.
Funktioniert das auch aus einem Fass?
Ja. Für 100- bis 220-Liter-Fässer gibt es passende Fasspumpen mit Adaptern, sodass du auch ohne Bach oder Brunnen arbeiten kannst.
Tränken ohne Strom und Anschluss
Weidepumpen sind dort die praktischste Lösung, wo weder Leitung noch Steckdose in der Nähe sind, aber Wasser vorhanden ist: an einem Bach, einem Brunnenschacht oder einem Fass am Rand der Koppel. Das Tier drückt mit der Nase gegen eine Platte und befördert damit selbst Wasser in die Schale. Nach wenigen Versuchen hat jedes Rind das verstanden. Doppelhubmodelle fördern pro Betätigung besonders viel und versorgen je nach Saughöhe zwanzig bis fünfundzwanzig Rinder. Wichtig ist ein fester, waagerechter Standplatz und ein Fussventil mit Sieb am Ende des Saugschlauchs, damit weder Laub noch Kies angesaugt werden. Die Membran ist das übliche Verschleissteil und lässt sich in wenigen Minuten tauschen. Für Fässer mit 100 bis 220 Litern findest du hier zusätzlich passende Fasspumpen samt Adaptern.