Anschlussschema Elektrozaun
Gerät, Erdung, Zaun und Tor richtig verbinden, mit allen Abständen.
PDF herunterladenVon der Planung bis zur Fehlersuche: Hier findest du alles, was du für einen sicheren und gut funktionierenden Elektrozaun brauchst. Mit Rechnern, Anschlussschema zum Download und einem Lexikon für alle Fachbegriffe.
So sieht ein Zaunimpuls aus: etwa einmal pro Sekunde, nur Bruchteile einer Sekunde lang.
Höhe, Anzahl der Leiter und nötige Spannung auf einen Blick.
Zaun je Tierart →Pfähle, Leiter, Isolatoren und die passende Gerätestärke.
Rechner →Finde die Ursache mit wenigen Klicks.
Fehlersuche →Gerät, Erdung, Zaun und Tor richtig verbinden. Als PDF.
Downloads →Ein Weidezaungerät schickt etwa einmal pro Sekunde einen kurzen Stromimpuls in den Zaun. Berührt ein Tier den Leiter, fließt der Strom durch das Tier in den Boden und über die Erdungsstäbe zurück zum Gerät. Der Stromkreis ist geschlossen, das Tier bekommt einen spürbaren, aber ungefährlichen Schlag.
Daraus folgt das Wichtigste für deinen Zaun: Er funktioniert nur so gut wie seine Erdung. Ist der Boden trocken oder hat das Gerät zu wenige Erdungsstäbe, kommt der Strom nicht zurück und der Schlag fällt schwach aus, selbst wenn das Gerät stark ist.
Die Werte sind Richtwerte für gut angewöhnte Tiere. Junge, unerfahrene oder besonders lebhafte Tiere brauchen eher einen Leiter mehr. Die Spannung misst du immer am Zaunende, also an der Stelle, die am weitesten vom Gerät entfernt ist.
Leiterhöhen ab Boden: ca. 50 und 90 cm, für Kälber zusätzlich 30 cm
Leiterhöhen ab Boden: ca. 60, 90 und 120 cm
Leiterhöhen ab Boden: ca. 40, 70 und 100 cm
Leiterhöhen ab Boden: Netz, oder Litzen ab ca. 20 cm bis 90 cm
Leiterhöhen ab Boden: Netz, oder Litzen ab ca. 20 cm bis 110 cm
Leiterhöhen ab Boden: ca. 20 und 45 cm, bei Ferkeln zusätzlich 10 cm
Bei Auslauf- und Freilandhaltung ist der Elektrozaun nur der Innenzaun. Wegen der Afrikanischen Schweinepest schreiben viele Länder zusätzlich einen festen Außenzaun vor, in Deutschland und Österreich mindestens 1,50 m hoch. Frag dazu beim Veterinäramt nach.
Leiterhöhen ab Boden: elektrifizierbares Geflügelnetz
Leiterhöhen ab Boden: ca. 20, 40 und 60 cm
Leiterhöhen ab Boden: ca. 20, 40, 60, 90 und 120 cm
Beim Herdenschutz gegen den Wolf gelten oft eigene Vorgaben deines Landes, vor allem wenn du eine Förderung beantragst. Die Mindesthöhen und die Anzahl der Leiter kannst du bei deiner zuständigen Stelle erfragen.
Gib die Maße deiner Weide ein und du siehst sofort, wie viel Material du ungefähr brauchst und wie stark dein Weidezaungerät sein sollte. Die Werte sind Richtwerte zum Planen.
Bei so viel Leiterlänge lohnen sich Seil oder Breitband mit niedrigem Widerstand, damit am Zaunende genug Spannung ankommt.
Den Verbrauch in Milliampere findest du in den technischen Daten deines Geräts. Gerechnet ist mit 80 % der Akkukapazität, denn ein Akku sollte nie ganz leer laufen. Kälte verkürzt die Laufzeit.
Geh die Strecke ab und markiere Ecken, Tore und Engstellen. Halte Abstand zu Straßen, Stromleitungen und Bäumen, deren Äste später auf den Zaun fallen können.
Sie tragen die ganze Spannung des Zauns. Setz sie tief und stabil und stütze sie bei festen Zäunen mit einer Strebe ab.
Kunststoffpfähle bei mobilen Zäunen etwa alle 4 bis 6 m, Holzpfähle bei festen Zäunen etwa alle 8 bis 10 m. An Holzpfählen hält der Isolator den Leiter vom Pfahl fern.
Leiter durch die Isolatoren führen und mit einem Zaunspanner straffen. Verbinde Stücke mit passenden Verbindern statt mit Knoten, ein Knoten leitet schlecht und bricht leicht.
Am Tor kommen Torgriffe zum Einsatz. Damit der Strom auch bei offenem Tor weiterfließt, führst du ein Unterführungskabel in einem Schutzrohr unter dem Tor durch.
Mindestens drei Erdungsstäbe mit 3 m Abstand an einer feuchten Stelle einschlagen und miteinander verbinden. Mehr dazu oben bei der Erdung.
Erst die Erdklemme, dann die Zaunklemme anschließen und das Gerät einschalten. Spannung am Zaunende messen und Warnschilder anbringen. Gewöhne die Tiere in einer kleinen Koppel an den Zaun.
Wähle aus, was du beobachtest. Für die Fehlersuche brauchst du einen Zaunprüfer, damit misst du die Spannung an verschiedenen Stellen.
Die häufigsten Fragen zu Sicherheit, Garten und Nachbarn. Rechtliche Vorgaben unterscheiden sich je Land und Gemeinde, im Zweifel fragst du dort nach.
Für gesunde Menschen und Tiere nicht. Ein geprüftes Weidezaungerät gibt etwa einmal pro Sekunde einen sehr kurzen Impuls ab, und die Energie ist streng begrenzt. Der Schlag ist unangenehm, aber ungefährlich. Lebensgefährlich wird es nur, wenn jemand einen Zaun ohne Weidezaungerät direkt an Netzstrom anschließt. Das ist verboten.
In der Regel ja, wenn du ein geprüftes Weidezaungerät verwendest und der Zaun für andere gut erkennbar ist. Ob es in deinem Wohngebiet zusätzliche Vorgaben gibt, etwa im Bebauungsplan, erfährst du bei deiner Gemeinde.
Das regelt das Nachbarrecht, und das ist je Land und oft auch je Region verschieden. Frag am besten bei deiner Gemeinde nach. Setz den Zaun auf jeden Fall so, dass Nachbarn und Spaziergänger ihn nicht versehentlich berühren.
Ja, sobald der Zaun an öffentlichen Wegen oder Straßen entlangführt. Dann gehört etwa alle 100 m ein Warnschild an den Zaun, und zusätzlich eines an jedes Tor und jeden Übergang.
Für einen gesunden Hund nicht. Er erschrickt und meidet den Zaun danach. Bei Welpen und kleinen Hunden solltest du darauf achten, dass sie sich nicht in einem Netz verfangen können. Ein Tier, das festhängt, bekommt sonst immer wieder Impulse.
Sehr wenig. Netzgeräte brauchen meist nur wenige Watt, das fällt auf der Stromrechnung kaum auf. Bei Akkugeräten entscheidet der Verbrauch in Milliampere, wie lange eine Ladung hält. Das rechnest du oben im Akku-Rechner aus.
Nein. An einen Zaun gehört genau ein Weidezaungerät. Zwei Geräte an einem Leiter stören sich gegenseitig und überschreiten zusammen die zulässige Impulsenergie.
Über die Suche und die Buchstaben findest du noch mehr Begriffe.
Dazu haben wir hier noch keine Erklärung. Frag gern unseren Kundenservice, wir helfen dir weiter.
+43 7746 28582 · [email protected]
Zum Ausdrucken und Mitnehmen auf die Weide.
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