Die Springgerte: Ein kurzer Impuls für den Parcours
Im Springreiten herrschen andere Anforderungen an das Equipment als in der Dressur. Eine Springgerte ist deutlich kürzer und kompakter gebaut. Sie dient dazu, das Pferd vor oder während eines Sprungs mit einem schnellen, deutlichen Impuls an der Schulter zu unterstützen. Durch ihre geringe Länge stört sie den Reiter nicht in der Bewegung, wenn er im leichten Sitz über dem Hindernis ist.
Die Bedeutung des breiten Schlags
Das markanteste Merkmal einer Springgerte ist die breite Klatsche (der Schlag) am unteren Ende, die meist aus Leder oder Kunstleder besteht. Dieser breite Schlag verteilt den Druck auf eine größere Fläche. Wenn der Reiter die Gerte an der Pferdeschulter einsetzt, erzeugt die Klatsche ein lautes, klatschendes Geräusch. Dieser akustische Reiz reicht meist schon aus, um die Aufmerksamkeit des Pferdes zu erhöhen und es zu motivieren, ohne ihm Schmerzen zuzufügen.
Griffigkeit und Handhabung
Da Reiter im Parcours schwitzen und die Zügel jederzeit fest im Griff haben müssen, verfügen Springgerten über besonders rutschfeste Griffe. Materialien wie genopptes Gummi, geriffeltes Gel oder griffig umwickeltes Leder sorgen dafür, dass die Gerte sicher in der Hand liegt und beim Absprung nicht verloren geht.
Häufig gestellte Fragen
Wie lang darf eine Springgerte auf dem Turnier maximal sein?
Gemäß den Vorschriften der LPO (Leistungs-Prüfungs-Ordnung) darf eine Springgerte inklusive Schlag nicht länger als 75 cm sein. Auf Abreiteplätzen und im Parcours wird dies von den Richtern streng kontrolliert.
Warum benutzt man die Springgerte an der Schulter und nicht an der Hinterhand?
Da die Springgerte mit 50 bis 75 cm sehr kurz ist, reicht sie bei normaler Zügelführung nicht bis zur Hinterhand des Pferdes. Um die Gerte an der Kruppe einzusetzen, müsste der Reiter eine Hand vom Zügel nehmen, was im Parcours gefährlich ist. Daher wird sie durch ein einfaches Eindrehen des Handgelenks schnell und sicher an der Pferdeschulter touchiert.
Darf eine Springgerte eine Handschlaufe haben?
Viele Gerten für den Freizeitbereich haben Handschlaufen, damit sie nicht herunterfallen. Für den Turniersport sind Schlaufen an Springgerten jedoch oft nicht zugelassen oder zumindest umstritten, da der Reiter bei einem Sturz mit dem Handgelenk an der Gerte hängenbleiben könnte. Auf Turnieren empfiehlt sich ein Modell ohne Schlaufe, dafür mit einem besonders rutschfesten Griffknauf.
Kompakte Gerten für das Springreiten
Eine gute Springgerte ist kurz, handlich und liegt absolut sicher in der Hand. Sie gibt dir die Möglichkeit, deinem Pferd im entscheidenden Moment vor dem Hindernis einen akustischen und physischen Impuls zu geben, ohne deinen Sitz oder die Zügelverbindung zu stören.
In unserem Sortiment findest du langlebige Springgerten in turniergerechten Längen (bis 75 cm). Wähle Modelle mit extra breiten Lederklatschen für einen optimalen akustischen Effekt und rutschfesten Gummigriffen für maximalen Halt. Egal ob für die Stangenarbeit zu Hause oder den nächsten großen Parcours – rüste dich jetzt mit der passenden Gerte aus.