Beheizbare Reitbekleidung: aktive Wärme für Wintertage
Beheizbare Reitbekleidung hat eingearbeitete Heizelemente, die über einen Akku oder eine Powerbank mit Strom versorgt werden. So bleiben Füße, Hände, Rücken oder Nacken auch bei Frost warm, wenn du stundenlang im Stall stehst, am Turnierplatz wartest oder im Schritt ausreitest. Es gibt Heizsocken, Heizhandschuhe, Heizwesten, Heizschals, einen Heizgürtel, eine Heizreithose und einen Heizparka.
So funktioniert die Heizfunktion
Die Heizelemente sitzen dort, wo man am schnellsten auskühlt, zum Beispiel an Zehen, Handrücken oder im Nierenbereich. Über einen Knopf wählst du meist zwischen mehreren Heizstufen. Je höher die Stufe, desto kürzer hält der Akku. Bei leichter Kälte reicht oft die niedrigste Stufe. Lade die Powerbank vor dem Stallgang voll auf und nimm sie bei langen Tagen als Reserve mit. Akku und Kabel entfernst du vor dem Waschen.
Für wen sich Heizkleidung lohnt
Heizkleidung ist ideal für alle, die schnell frieren, für Ausritte im Winter, für lange Turniertage und für die Stallarbeit früh am Morgen. Auch Reitlehrer, die in der kalten Halle stehen, profitieren davon. Kombiniere die Heizkleidung mit dem Zwiebelprinzip: Über einer beheizten Weste liegt eine winddichte Jacke, damit die Wärme nicht verloren geht. So kannst du insgesamt dünnere Lagen tragen und bleibst im Sattel beweglich.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange hält der Akku bei Heizsocken?
Das hängt von der Heizstufe, der Außentemperatur und der Akkugröße ab. Auf niedriger Stufe hält er deutlich länger als auf der höchsten. Für lange Tage lohnt sich eine zweite geladene Powerbank.
Kann ich beheizbare Kleidung waschen?
Ja, die meisten Teile sind waschbar, nachdem du Akku und Kabelstecker entfernt hast. Wasch sie schonend bei niedriger Temperatur und lass sie vollständig trocknen, bevor du den Akku wieder anschließt. Halte dich dabei an die Pflegehinweise im Kleidungsstück.
Ist Heizkleidung beim Reiten sicher?
Die Heizelemente arbeiten mit niedriger Spannung und sind für den Einsatz am Körper gemacht. Achte darauf, dass Kabel nicht am Sattel oder an den Zügeln hängen bleiben, und steck die Powerbank in eine geschlossene Tasche. Wird es zu warm, schaltest du eine Stufe herunter.
Warm durch den Reiterwinter
Kalte Füße im Steigbügel und klamme Finger am Zügel gehören für viele Reiter zum Winter dazu. Beheizbare Reitbekleidung schafft hier Abhilfe, weil die Wärme direkt am Körper entsteht. Heizsocken und Heizhandschuhe halten die Stellen warm, die zuerst auskühlen, eine Heizweste oder ein Heizgürtel wärmt Rücken und Nieren. Für richtig frostige Tage gibt es Heizreithose und Heizparka. Mit einer Powerbank im Gepäck stellst du die Wärme genau so ein, wie du sie gerade brauchst. Das ist praktisch bei langen Ausritten im Schritt, beim Warten auf dem Turnier oder beim Misten im Morgengrauen. Kombiniert mit winddichten Jacken bleibt die Wärme bei dir, und du kannst dünnere Lagen tragen. Gerade wer schnell friert, genießt so die Zeit mit dem Pferd auch im tiefsten Winter, statt nach einer halben Stunde mit Eisfüßen aufzugeben.