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Ausbeinmesser: Keule, Schulter und Rücken sauber vom Knochen lösen

Wer sein Wild selbst zerlegt, spart mit der passenden Klinge Zeit und Kraft. Hier findest du Ausbeinmesser sowie Zuschneide- und Stechmesser für die Wildkammer.

Ausbeinmesser: Präzise Schnitte am Knochen

Ist das Stück ausgekühlt und gereift, geht es ans Zerwirken. Keulen auslösen, Schultern abtrennen, Rückenstränge freilegen: Bei all dem entscheidet die Klinge, wie viel Fleisch am Knochen bleibt. Ein gutes Ausbeinmesser ist schmal, liegt sicher in der Hand und lässt sich eng am Knochen führen. Dazu kommen ein Zuschneidemesser für größere Stücke und ein Stechmesser für tiefe Schnitte.

Gerade oder gebogen, steif oder halb flexibel

Mit einer gebogenen Klinge folgst du den Rundungen von Oberschenkel und Schulterblatt besonders leicht. Die gerade Klinge eignet sich für lange, gleichmäßige Schnitte am Rücken und zum Parieren. Steife Klingen geben dir viel Kontrolle, wenn du kräftig ansetzen musst, etwa bei Schwarzwild. Halb flexible Klingen geben etwas nach und schmiegen sich an Sehnen und Silberhaut an. Mit 13 oder 15 cm Länge wählst du zwischen wendiger Führung und mehr Reichweite. Das Zuschneidemesser mit 20 cm teilt Keulen in Braten, Steaks und Gulasch, das Stechmesser mit 16 cm setzt du für tiefe, kontrollierte Schnitte ein.

Sauber und sicher arbeiten

Hygiene ist beim Zerwirken das A und O. Halte Arbeitsfläche, Hände und Messer sauber und das Fleisch möglichst kühl. Schneide immer vom Körper weg und lege das Messer nach jedem Arbeitsschritt sicher ab. Nach der Arbeit spülst du die Klingen mit heißem Wasser und trocknest sie gründlich. Ein scharfes Messer ist sicherer als ein stumpfes, weil du weniger Druck brauchst. Zieh die Schneide deshalb zwischendurch über einen Schärfstahl.

Häufig gestellte Fragen

Reicht ein Ausbeinmesser, um ein ganzes Reh zu zerlegen?
Für das Auslösen der Knochen reicht ein gutes Ausbeinmesser tatsächlich aus. Zum Portionieren größerer Stücke ist ein längeres Zuschneidemesser bequemer. Für Rippen oder das Teilen von Knochen brauchst du zusätzlich eine Säge.

Welche Klingenlänge ist für Rehwild sinnvoll?
Bei Rehwild kommst du mit 13 cm sehr gut zurecht, weil sich die kürzere Klinge wendig führen lässt. Bei Rotwild und Sauen greifen viele lieber zu 15 cm, um an großen Keulen mehr Reichweite zu haben.

Wie oft muss ich beim Zerwirken nachschärfen?
Das hängt vom Stück und vom Stahl ab. Knochenkontakt und Sehnen stumpfen die Schneide schneller ab. Wenn das Messer nicht mehr leicht durch die Silberhaut gleitet, ziehst du es kurz über den Schärfstahl.

Ausbeinmesser für das Zerwirken von Wild

Wenn du dein Wild selbst zerwirkst, ist ein gutes Ausbeinmesser das wichtigste Werkzeug auf dem Tisch. Mit der gebogenen Klinge löst du Keule und Schulter eng am Knochen, mit der geraden parierst du Rücken und Stücke und entfernst Sehnen. Steife Klingen bieten Kontrolle bei kräftigem Druck, halb flexible legen sich besser an Silberhaut und Knochen an. Die Länge von 13 cm ist wendig und ideal für Rehwild, 15 cm geben dir bei Rotwild und Sauen mehr Reichweite. Das Zuschneidemesser mit 20 cm teilt große Teile in Braten, Steaks und Gulasch, das Stechmesser mit 16 cm hilft bei tiefen Schnitten. Arbeite immer auf einer sauberen Fläche, halte das Fleisch kühl und schneide vom Körper weg. Nach der Arbeit spülst du die Klingen heiß ab und trocknest sie gut, dann bleiben sie lange einsatzbereit.