Weidetränke: Wasser dorthin, wo die Herde steht
Auf der Weide gibt es selten einen Wasseranschluss. Trotzdem braucht eine Kuh im Sommer über hundert Liter am Tag, und wenn der Weg zur Tränke zu weit ist, frisst die Herde weniger und nimmt ab. Eine Weidetränke bringt den Vorrat direkt auf die Fläche. Die Poly-Ausführungen mit 450 oder 1000 Litern sind leicht genug zum Umsetzen, robust genug für Rinder und lassen sich über eine Leitung, ein Fass oder eine Pumpe nachfüllen.
Standort und Aufstellung
Setze die Tränke möglichst mittig auf die Fläche, damit kein Tier mehr als zweihundert Meter laufen muss. Auf ebenem, festem Grund steht sie am besten – in einer Senke wird der Bereich rundherum schnell matschig. Eine Bodenverankerung aus Stahl verhindert, dass Rinder die Tränke beim Scheuern verschieben oder umkippen. Beim Umtrieb kannst du sie mit dem Frontlader oder zu zweit versetzen, sobald sie leer ist. Ein Standortwechsel alle paar Wochen schont zudem die Grasnarbe rund um die Tränke.
Sauber halten und nachfüllen
Stehendes Wasser in der Sonne ist ein Nährboden für Algen und Biofilm. Kontrolliere die Tränke deshalb bei jedem Weidegang und spüle sie mindestens wöchentlich aus. Ein Schwimmerventil an der Zuleitung hält den Pegel konstant und verhindert, dass die Tränke unbemerkt leerläuft. Wo keine Leitung liegt, arbeitest du mit einem Weidefass oder Tank als Vorrat oder mit einer stromlosen Weidepumpe, die das Tier selbst bedient.
Häufig gestellte Fragen
Wie groß muss die Tränke sein?
Rechne für Rinder mit rund hundert Litern pro Tier und Tag im Hochsommer. Eine 1000-Liter-Tränke versorgt damit eine kleine Herde über einen Tag, wenn kein Zulauf vorhanden ist.
Kann die Tränke im Winter draußen bleiben?
Nur leer. Gefülltes Wasser dehnt sich beim Gefrieren aus und kann den Behälter beschädigen. Für die Winterweide brauchst du eine beheizte Lösung.
Wie oft muss ich reinigen?
Im Sommer mindestens einmal pro Woche gründlich ausspülen, bei starker Sonneneinstrahlung öfter. Algen setzen sich sonst schnell an den Wänden fest.
Damit die Herde nicht laufen muss
Auf der Koppel entscheidet die Entfernung zur Tränke darüber, wie viel die Tiere fressen. Liegt der Weg zu weit, gehen Rinder seltener trinken, nehmen weniger Futter auf und verlieren an Leistung. Eine mobile Weidetränke bringt das Wasser direkt dorthin, wo die Herde steht. Die Poly-Ausführungen mit 450 oder 1000 Litern sind leicht genug, um sie beim Umtrieb zu versetzen, und robust genug, damit Rinder daran scheuern können, ohne dass etwas nachgibt. Eine Bodenverankerung aus Stahl hält den Behälter sicher an Ort und Stelle. Nachgefüllt wird über eine Leitung mit Schwimmerventil, aus einem Weidefass oder ganz ohne Strom über eine Weidepumpe. Wichtig bleibt die Kontrolle: Stehendes Wasser in der Sonne veralgt rasch und sollte mindestens wöchentlich ausgespült werden.